Griechische Küche im eigenen Ferienhaus: Was kommt auf den Tisch?

Beim Gemüsehändler liegen Auberginen, nebenan gibt es Brot, im Kühlschrank wartet noch ein Stück Feta. Daraus lässt sich ein Abendessen machen, ohne den halben Urlaub am Herd zu verbringen. Eine eigene Küche bietet Gelegenheit, griechische Lebensmittel auszuprobieren und Gerichte nachzukochen, die am Vorabend in der Taverne geschmeckt haben. Für den Anfang braucht es wenige Zutaten.

Ein griechischer Bauernsalat, der Choriatiki, kommt ohne aufwendiges Dressing aus. Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Oliven und Feta werden mit Olivenöl und Oregano kombiniert. Dazu passt Brot, auch um am Ende den Saft aus der Schüssel genüsslich auszutrinken. Gerade bei einem so einfachen Gericht lohnt es sich, beim Einkauf auf den Geschmack der Tomaten zu achten. Aus ähnlichen Zutaten entsteht Dakos, eine kretische Spezialität. Die Grundlage bildet Gerstenzwieback, der leicht angefeuchtet und mit zerkleinerten Tomaten belegt wird. Darauf kommen je nach Zubereitung Myzithra oder Feta, außerdem Olivenöl, Oregano und etwa Kapern. Ein paar Minuten darf das Ganze durchziehen, damit der harte Zwieback Flüssigkeit aufnimmt. Beide Gerichte eignen sich für den Ankunftstag. Es muss weder ein Großeinkauf organisiert noch ein Rezept mit vielen Arbeitsschritten vorbereitet werden. Wer zunächst kleine Mengen kauft, kann außerdem verschiedene Brote, Oliven und Käsesorten probieren, bevor der Kühlschrank für eine ganze Woche gefüllt wird.

Gemüse darf das Hauptgericht sein

Die griechische Küche bietet reichlich Anregungen für Tage ohne Fleisch oder Fisch. Zu den Ladera zählen Gemüsegerichte, die mit Olivenöl zubereitet werden, häufig zusammen mit Tomaten, Zwiebeln oder Knoblauch. Grüne Bohnen, Erbsen und Okra gehören zu den möglichen Zutaten. Das Gemüse erhält Zeit zum Garen und verbindet sich mit der Sauce. Für die Ferienküche ist diese Art zu kochen angenehm: Während der Topf auf dem Herd steht, kann der Tisch gedeckt werden. Brot und etwas Käse ergänzen das Essen. Auch für mehrere Personen lässt sich so kochen, ohne für jeden Teller eine eigene Portion braten zu müssen. Eine weitere Entdeckung sind Horta, gekochte Blatt- und Wildgemüse. Sie werden beispielsweise mit Olivenöl und Zitronensaft serviert. Wer sie zubereiten möchte, kann beim Gemüseeinkauf nach einer geeigneten Sorte und der nötigen Garzeit fragen.

An der Käsetheke lohnt sich eine zweite Frage

Feta kennt fast jeder. Bei Graviera, Myzithra oder Manouri beginnt für viele erst das Probieren. Graviera kann je nach Herkunft und Reife mild bis kräftig schmecken. Frische Myzithra gehört zu den Molkenkäsen, während Manouri durch die Zugabe von Sahne eine reichhaltigere Konsistenz erhält. Kefalotyri wird unter anderem als Reibekäse verwendet. Statt sofort ein großes Stück mitzunehmen, bietet sich eine kleine Auswahl an. Ein Käse zum Brot, einer für die Küche, vielleicht eine weitere Sorte zum Vergleich. Hilfreich ist die Frage, wie der jeweilige Käse vor Ort gegessen wird.

Ein Abendessen aus mehreren Schüsseln

Wenn Besuch kommt, lässt sich der Tisch mit verschiedenen kleinen Gerichten decken: einem Tomatensalat, Oliven, Käse, Brot und warmem Gemüse. Wer möchte, ergänzt gebratene Zucchini oder Auberginen. Solche Gemüsezubereitungen gehören ebenso zum griechischen Repertoire wie kleine herzhafte Küchlein aus Gemüse und Kräutern.

Für einen entspannten Abend hilft eine Auswahl, bei der nur ein Gericht unmittelbar vor dem Essen fertig werden muss. Der Salat wird zuletzt angemacht, Brot und Käse stehen bereit, das Gemüse kann vorher vorbereitet werden. Viel Küchentechnik braucht es dafür nicht. Ein scharfes Messer, ein großes Brett, eine Pfanne und ein ausreichend großer Topf erleichtern die Arbeit. Dazu kommen Schüsseln und Platten, die direkt auf den Tisch passen. Gerade bei einem Ferienhaus lohnt sich Geschirr, das tatsächlich benutzt werden darf, statt für besondere Anlässe im Schrank zu bleiben.